Leitbild

Adolf Reichwein, geboren am 3.10.1898, Professor, Pädagoge, forschender Weltenbummler und Widerstandskämpfer
Die Schule wurde bei ihrer Gründung 1964 nach dem Reformpädagogen Adolf Reichwein benannt, der noch vor Kriegsende wegen seiner Widerstandstätigkeit im Kreisauer Kreis von den Nationalsozialisten am 20.10.1944 hingerichtet wurde.
Viele nach Reichwein benannte Schulen haben sich im Adolf- Reichwein-Verein zusammengefunden, dem auch wir seit dem Herbst 2005 angehören. In regelmäßigen Treffen tauschen sich diese Schulen über konkrete Schulentwicklungsprojekte aus und pflegen den Kontakt  untereinander als friendly peers.
Weltoffenheit, Toleranz, Liebe zur Natur und Wertschätzung jedes einzelnen Menschen, tiefe demokratische Überzeugungen, Bejahung von Kultur und Frieden, vielseitige Talente, Forscherdrang und Wissbegier verbunden mit dem Respekt und der Achtsamkeit vor Kindern zeichneten Adolf Reichwein aus.
Diesem Erbe fühlt sich das Kollegium im besten Sinne verpflichtet. Ganz im Sinne des Reformpädagogen geht es uns darum, individuelle und gemeinsame Lernprozesse zu initiieren, zu fördern, zu fordern und zu begleiten. Die Förderung der Selbsttätigkeit und Eigenverantwortung der Kinder in Bezug auf die Aneignung ihrer Lebenswelt, den Erwerb lebenspraktischer und kognitiver Kompetenzen, ist dabei wesentlicher Bestandteil unserer Unterrichts- und Erziehungsarbeit. Die Anbahnung von Schlüsselqualifikationen wie:
  • Selbstständigkeit
  • Kreativität
  • Teamfähigkeit
  • Sensibilität, Empathie
  • Zuverlässigkeit
  • Sorgfalt
  • Mitwirkung
  • Verantwortlichkeit
  • Selbstbewusstsein
  • Kritikfähigkeit
  • Wahrhaftigkeit

denken wir in unserer Bildungs- und Erziehungsarbeit als »roten Faden« mit und nehmen die stete Entwicklung dieser Qualifikationen als zielführende Lehr- und Erziehungsaufgabe an.
Jedes Kind wird in seiner Persönlichkeit angenommen - keines darf beschämt werden. Auf der Handlungsebene erhält das Kind vielfältige Möglichkeiten im Unterricht, im Gruppengeschehen und durch das Vorbild der Erwachsenen, die vorgenannten Werthaltungen und Ziele der Schule aufzunehmen, anzunehmen und sie zur erfolgreichen zwischenmenschlichen Praxis werden zu lassen.
Der schulische Fächerkanon wird den vier großen Handlungsfeldern zugeordnet:
a) Kopf, Herz und Hand Pädagogik - Lernen mit allen Sinnen
b) Vorhaben im Unterricht mitdenken, mitgestalten, mitverantworten
c) Gemeinschaft erleben, Angenommensein erfahren
d) Natur erfahren, erschließen und erhalten
In den schuleigenen Arbeitsplänen werden bei der Realisierung der Richtlinien und Lehrpläne die o.g. Bereiche als Fundament von Unterrichtsprojekten grundsätzlich mitgedacht.
»Unterrichtsprojekte fördern die Wissensform der Kompetenz«

»Das Werk als die angestrebte Form unseres Schaffens, als die wertvolle Bestätigung unseres Könnens, als die endgültig ausgereifte Lösung einer Aufgabe und als das schließlich gewonnene Ding, die Antwort auf unseren Bedarf gilt auch dem Kind schon als die Höchstform der Leistung.«
(Adolf Reichwein)